O.H.Hajek.
Eine Welt der Zeichen.
Monographie und Werkverzeichnis.
Hrsg. von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland in Zusammenarbeit mit Eugen Gomringer Mit Beiträgen
von E. Gomringer, P.A. Riedl, J. Vykoukal, G. Wirth und einem
Werkverzeichnis von A. Koos, Vlg. Wienand, Köln,
336 Seiten mit 93 farbigen und 1100 s/w Abbildungen, Format
25 x 28 cm, Gebunden mit Schutzumschlag, Preis: 128,00 DM, ISBN
3-87909-689-9
Der Maler, Bildhauer und Objektkünstler Otto Herbert Hajek
(geb. 1927) leistet in den fünziger Jahren einen entscheidenden
Beitrag zur Kunst des europäischen Informel. Anfang der sechziger
Jahre setzt er dann durch die Einbeziehung der Umgebung in seine
Arbeiten ganz neue, eigene Akzente: Farbige Streifen, »Farbwege«
genannt, schaffen eine räumliche Vernetzung und binden die Architektur
mit ein; die Werke erhalten zunehmend multimedialen Charakter.
Als programmatisch kann eine Finissage in Stuttgart 1969 betrachtet
werden: Die »Platzmal«-Schau der Galerie der Stadt Stuttgart
endet mit Musikdarbietungen, Faltblattbotschaften an Luftballons
und Farbstreifen, die von Flugzeugen in den Himmel geschrieben
werden. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen der »Kreuzweg«
im Vorhof der Kirche Maria Regina Martyrum in Berlin-Plötzensee
(1960-63), die begehbare Betonplastik »Frankurter Frühling«
(1962), erstmalig ausgestellt auf der documenta III 1964, sowie
die »Stadtikonographie« im australischen Adelaide (1973-77).
In Beiträgen namhafter Autoren, einem umfangreichen Tafelteil
sowie einem akribisch recherchierten Werkverzeichnis stellt
die Publikation das Schaffen eines wichtigen Künstlers der deutschen
Gegenwartskunst dar. Wienand
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